Geisterstädte - Top-Fünf verlassenen Wohnungen

Es gibt nichts, das so atmosphärisch wie ein verlassener aber einmal bewohnter Platz ist. Hier sind fünf unserer Top-Picks für jeden Geisterstadtjäger. Dieser Artikel wurde ursprünglich im November 2010 veröffentlicht.

Ghadames, Libyen

Die Häuser in Ghadames, einer pastellfarbenen Stadt in der Sahara, sind so dicht wie Honigwaben - es ist möglich, dass die Frauen in der Stadt auf den Dächern spazieren gehen (getrennt von den Männern) - und ihre überdachten Gassen sind wie eine unterirdisches Labyrinth. Man kann sich vorstellen, dass sich die Bewohner in dunklen Winkeln herumtreiben, aber jetzt gehört Ghadames zu den Geistern: Regierungshandzettel lockten seine ehemaligen 6000 Berberbewohner in moderne Häuser außerhalb der Altstadt.

Vila do Ibo, Mosambik

Würgerfeigen umhüllen ihre Finger einmal - elegante Türen, hohe Decken gähnen den Himmel und dekorative Balkone rosten in der Sonne. Die großen Villen von Vila do Ibo im Quirimbas Archipelgo im Norden Mosambiks sind für den Erhalt des Weltkulturerbes vorgesehen, aber ihre Korallensteinfassaden befinden sich in einem so fortgeschrittenen Zustand, dass man denken könnte, dass es schon zu spät ist, um sie zu retten. Die Überreste der Stadt sind dennoch sehr atmosphärisch. Wenn man zu Fuß spazieren geht, kann man sich die Szene vor zwei oder dreihundert Jahren fast vorstellen, als die Luft von dem Duft von Gewürzen und den Schreien der Seefahrer voll war.

Gholan Heights, Syrien

Die Berge an der südlichen Grenze Syriens, einer der umstrittensten Orte der Erde, sind seit 40 Jahren von Israel besetzt. Die Bergstadt Quneitra wurde 1973 evakuiert, und die Syrer weigerten sich, sie wiederaufzubauen, was sie als permanentes Denkmal für die israelische Aktion verblieb. Fast jedes einzelne Gebäude wurde von der abziehenden israelischen Armee abgeflacht und gab den Straßen ein unheimliches Gefühl. Die grauen Betondächer der kleinen Häuser liegen immer noch flach auf dem Boden, um ein gelegentlich größeres Gebäude, das stehengeblieben, aber innerlich entkernt ist.

Djado, Niger

Timbuktu? Vergiss es. Ein weitaus faszinierenderes Geheimnis liegt auf der anderen Seite der nigrischen Ténéré-Wüste. Hier, zwischen weiten Ebenen, verlassenen Dörfern und faszinierender Höhlenkunst, erhebt sich die Lehmziegel-Zitadelle von Djado aus palmengesäumten Tümpeln, die mit hellgrünen Schilfhalmen vollgestopft sind, wie einige weltfremde Goblins. Wann wurde Djado gebaut? Warum wurde es aufgegeben? Der heiße Wind rührt die Palmen, behält aber seine Geheimnisse.

Das hängenden Dorf von Habalah, Saudi-Arabien

Das verlassene Dorf Habalah ist eine wirklich einzigartige Siedlung, da es aus einer 250 m hohen Felswand über einem tiefen Tal herabhängt. Sein Name stammt von "habi", was "Seil" bedeutet - eine Anspielung auf die Leitern, die die längst vergangenen Bewohner vom Plateau oben in ihre Wohnungen hinabstiegen. Aus dem Felsen gebaut, auf dem sie stehen, bieten die Häuser einen faszinierenden Einblick in das traditionelle saudische Leben und verleihen dem Begriff "Leben am Rand" eine ganz neue Bedeutung.

NB: Das FCO rät derzeit von allen Reisen nach Syrien und Teilen von Libyen und Niger ab - überprüfen Sie Ihre örtliche Botschaft, bevor Sie in irgendein Land reisen.

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